Weideprojekt

Ein besonders umweltverträgliches Beweidungsprojekt mit Zwerg-Zeburindern wurde von Minister Woidke im Landschaftsraum südlich von Zossen besichtigt.

Brandenburgs Umwelt- und Landwirtschaftsminister Dr. Dietmar Woidke stattete dem Landschaftsraum am südlichen Zossener Stadtrand einen Besuch ab. Dort verschaffte er sich im wahrsten Sinne des Wortes einen Überblick: gemeinsam mit Vertretern aus der Region erklomm er den 80 Meter über dem Meeresspiegel gelegenen "Gipfel" der sanierten und abgedeckten Zossener Mülldeponie.

Begleitet vom Landtagsabgeordneten Christoph Schulze ließ sich Woidke die Situation vor Ort erklären: Carsten Preuß von der unteren Abfallbehörde des Landkreises Teltow-Fläming schilderte die Historie der Mülldeponie und der beabsichtigten Einbindung in die vorhandene Landschaft. Als Knotenpunkt zwischen dem Naturschutzgebiet "Streuobstwiesen Zossen" und den ausgedehnten Trockenrasenflächen auf den Mühlenbergen bietet die Anhöhe schon jetzt einen Anziehungspunkt für Spaziergänger. Die Modellierung eines Wanderwegs - ausgestattet mit Pausenplätzen, Panoramablick und Info-Punkten - könnte hier künftig eine attraktive Erholungslandschaft entstehen lassen. Die Deponie wurde im Bereich des Naturschutzgebietes zurückgebaut und auf der Rückbaufläche wurden 70 Obstbäume neu gepflanzt.

Zudem locken in der Nachbarschaft weitere interessante Ziele: Nils-Peter Czaja und Frank Kübeler vom Landwirtschaftsbetrieb Natürlich! sowie Markus Mohn vom Landschaftspflegeverein Mittelbrandenburg e. V. stellten ihr gemeinsames Beweidungsprojekt vor. Mit Zwerg-Zeburindern wird das 20 ha große Areal unterhalb der Zossener Windkraftanlagen in den nächsten 20 Jahre kurz gehalten - die Pflege und der Erhalt einer sogar bundesweit einzigartigen Flora und Fauna stehen hier im Vordergrund.
Der Schutz eines wertvollen Elements und zugleich Relikts unserer Kulturlandschaft spielt bei der Umsetzung diverser Maßnahmen im NSG "Streuobstwiesen Zossen" die große Rolle. Das heutige Nebeneinander alter Obstsorten, von Wiesen, Totholz und junger Eichenwäldchen wird gepflegt und entwickelt, auch hier kooperieren Landschaftspflegeverein und Natürlich!

Minister Woidke regte an, das Besichtigte miteinander zu vernetzen, für Besucher und Spaziergänger attraktive Schwerpunkte zu schaffen und damit zugleich sensible Bereiche zu entlasten. Er ermunterte die Akteure, ihm ein entsprechendes Konzept zu übergeben, um gemeinsam ministerielle Unterstützung und Fördermöglichkeiten auszuloten.

Zossen, 24.9.2008
Autor: Landschaftspflegeverein Mittelbrandenburg e. V.

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